Die 41. Einkehr des Kulturkreises führte uns diesmal ins Kloster Aldersach mit der wunderschönen Asam-Kirche.
Die 25 Teilnehmer waren voll des Lobes über die komödiantische Führung durch das Klosterareal mit vielen historischen Informationen und Anekdoten.
Die Führung wurde von Abt Theobald II. Reitwinkler, alias Benedikt Wiese, durchgeführt. Gemeinsam mit seiner Laienspielgruppe stellte er Szenen aus der Geschichte vor.
Die Marienkirche ist seit November 2024 wieder geöffnet. Sie wurde 5 Jahre lang restauriert und ist nun wieder in voller Pracht zu bewundern.
Das Kloster wurde um das Jahr 1146 von Zisterzienser Mönchen gegründet. Wirtschaftlich zählte es bald zu den reichsten im Land. Hunderte von Bauern waren ihm untertan. Das Kloster betrieb Steinbrüche, Fischzucht, Land- und Forstwirtschaft, eine Getreidemühle und Brauerei. Sie gehört bis heute zu den ältesten in Bayern. Im Jahr 1720 wurde die Marienkirche erbaut. Sie gilt als die schönste Marienkirche in Bayern. Weil sie von den Gebrüdern Asam in dem heutige Barockstil ausgestaltet wurde, bezeichnet man sie auch als Asamkirche. Bei der Säkularisation 1803 wurde das Kloster verstaatlich. 1812 kaufte die Familie von Aretin das gesamte Hab und Gut. Der erste Brauereibetrieb ist im Jahr 1268 bekannt. Das Brauereimuseum entstand als Ergebnis des Projekts „Bier-Braugeschichte erleben und erfahren in der Grenzregion Südböhmen und Niederbayern“, zusammen mit der Gemeinde Aldersbach und der Landwirtschaftlichen Fakultät der Südböhmischen Universität Budweis.
Neben der Kirche sind am bekanntesten der Salomonsaal, Bibliotheksaal der einst 30 000 Bücher beherbergte. Sie wurde auch 1803 aufgelöst, die Bücher an andere Bibliotheken verteilt oder als Altpapier verkauft.